Die rot-grüne Ratskoalition setzt ihre Schwerpunkte in den Haushaltsberatungen im Kulturausschuss auf die Einrichtung eines zentralen Lernorts „Erinnerung und Demokratie“, die Attraktivitätssteigerung in den städtischen Museen sowie die Stärkung der Stadtteilkulturarbeit.

„Im Rahmen des Konzepts zur Erinnerungskultur soll ein zentraler Lernort „Erinnerung und Demokratie“ geschaffen werden, in dem eine zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus erfolgen und das Erlernen demokratischer Grundprinzipien stattfinden kann“, sind sich die kulturpolitischen Sprecher der Fraktionen einig. „Zur Anmietung passender Räumlichkeiten und Realisierung der benötigten Ausstellungsmodule stellen wir deshalb insgesamt 150.000 Euro für das Jahr 2016 bereit.“

„Die wertvolle Arbeit, die in den städtischen Museen geleistet wird, wollen wir durch die Bereitstellung von Mitteln zur Attraktivitätssteigerung fördern“, erläutert Belgin Zaman, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. So würden 100.000 Euro für Wechselausstellungen in den Museen für Kulturgeschichte (Historisches Museum, Museum August Kestner und Schlossmuseum) und 50.000 Euro für einen Ankaufsetat des Sprengel Museums in den Haushalt eingestellt.

„Die begonnene Weiterentwicklung in den Einrichtungen der Stadtteilkulturarbeit soll auch vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen weiter gestärkt werden“, so Oliver Kluck, kulturpolitischer Sprecher der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, „Deshalb haben wir zusätzliche Mittel in Höhe von 30.000 Euro für Projekte zur Partizipation und Integration von Flüchtlingen in den Stadtteilen im Haushalt 2016 veranschlagt.“.

Die rot-grünen Haushaltsanträge für den Bereich Gleichstellung im Überblick:

  • +150.000€ für die Einrichtung eines zentralen Lernorts Erinnerung und Demokratie
  • +100.000€ für Wechselausstellungen in den Museen für Kulturgeschichte
  • +50.000€ Ankaufsetat für das Sprengel Museum
  • +30.000€ für die Einrichtungen der Stadtteilkulturarbeit für Projekte zur Integration und Partizipation von Flüchtlingen
  • +15.000€ für das Orchester im Treppenhaus
  • +10.000€ für das internationale Kammertheaterfestival MOST
  • +10.000€ Einnahmesteigerung der Shops der Herrenhäuser Gärten durch Verkauf neuer Produkt
  • +10.000€ Einnahmesteigerung des Kommunalen Kinos durch Werbeeinnahmen
  • +7.595€ für das Stadtteilzentrum Nordstadt unter der Voraussetzung des Abschlusses eines dreijährigen Zuwendungsvertrags
  • Die Besucherzahlen von Jugendlichen in den städtischen Museen sollen erhoben werden.
  • Ein Beirat zur Beratung der Lenkungsgruppe „UNESCO City of Music“ soll eingerichtet werden.
  • „Kunst im öffentlichen Raum“ soll als eigenes Produkt im Haushalt ausgewiesen werden.
  • Der Verbund internationaler Bibliotheken soll aus vorhandenem Ansatz gefördert werden.
  • Es soll geprüft werden ob durch die Vermietung von Räumlichkeiten in den Einrichtungen der Stadtteilkulturarbeit zusätzliche Einnahmen erzielt werden können.
  • Ein Konzept zu familienorientierten, jahreszeitbezogenen Angeboten im Herbst und Winter in den Herrenhäuser Gärten soll zur Steigerung der Besucherzahlen erarbeitet werden.

Hintergrund:
In der Sitzung des Kulturausschusses am 20. November 2015 fand die Beratung zum Haushalt 2016 statt.