Kulturhauptstadt: GRÜNE fordern mehr Freiräume für Kultur

Pressemeldung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stadtverband Hannover; Hannover, 19. Dezember 2018

“Die GRÜNEN wollen mit Mut zu Utopie und Experiment Hannover zur Kulturhauptstadt Europas machen. Die Mitgliederversammlung des Stadtverbands beschloss am 18. Dezember 2018 einstimmig einen vierseitigen Leitantrag des Vorstands zu den Perspektiven grüner Kulturpolitik in der Landeshauptstadt. Hannover solle ein „dynamischer, hinterfragbarer Raum für Experimente, für Utopien, für Intervention und Improvisation, für widerständige, innovative, (ver-)störende Kunstformen“ werden, heißt es unter anderem in dem Beschlusstext.

„Kunst braucht Freiheit und gute Kulturpolitik schafft Freiräume“, fasst die Vorsitzende des Stadtverbands, Gisela Witte, die Zielrichtung des Antrags zusammen. „Die GRÜNEN wollen in Hannover die Anwältin einer lebendigen und vielfältigen freien Kunst- und Kulturszene sein. Das bedeutet für Politik und Verwaltung die große Herausforderung, Freiräume zu schaffen und Entwicklungen zuzulassen, deren Ergebnisse noch nicht geplant und nicht planbar sind.“Der Antrag nennt drei mögliche „Leuchtturmprojekte“ einer Kulturhauptstadt, die ein „kulturelle Werkstatt“ für „Kommunikation und Entwicklung“ werden sollen: Das Leibnizufer, das Ihme-Zentrum und das ehemalige Continentalwerk an der Wasserstadt Limmer, die je in eigener Weise für eine kulturelle Nutzung geöffnet werden sollen.

Neben diesen Leuchtturmprojekten setzen die GRÜNEN vor allem darauf, die Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende zu verbessern: Das Kulturbüro der Stadt soll zu einer Schnittstelle zwischen Kulturszene und Stadtverwaltung werden und stärker die Belange Kulturschaffender in verschiedene Bereiche der Verwaltung hinein vertreten. Spielräume beispielsweise im Bau- und Ordnungsrecht sollen im Sinne kultureller Nutzung ausgereizt werden. Die Kulturförderung wollen die GRÜNEN nach den Leitbegriffen „Verlässlichkeit, Transparenz und Beteiligung“ reformieren. Förderungen sollen langfristiger und weniger projektgebunden sowie in vielen Bereichen durch von Politik und Verwaltung unabhängige Stellen gewährt werden. Zur Stärkung der kulturellen Teilhabe sollen unter anderen Kooperationen von Schulen mit Kultureinrichtungen stärker gefördert und der HannoverAktivPass ausgeweitet werden.

Der Antrag ist das Ergebnis der gut sechsmonatigen Arbeit einer Arbeitsgruppe von Kulturpolitiker*innen und Expert*innen aus der Partei, die der Vorstand im Frühjahr 2018 einberufen hat, um grüne Schwerpunkte für Hannovers Kulturhaupstadtbewerbung zu formulieren. Auf der Mitgliederversammlung wurde der ursprüngliche Antragstext – wie in der Partei üblich – durch zahlreiche Änderungvorschläge aus Reihen der Mitglieder modifiziert und am Ende einstimmig bei einer Enthaltung beschlossen.” #khh25

Den beschlossenen Antragstext in konsolidierter Fassung finden Sie hier: Bündnis 90-DieGrünen-Hannover-Beschluss Freiräume für Visionen schaffen.

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