Am letzten Freitag war es dann so weit. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD, CDU, FDP, die Gruppe DIE LINKE & PIRATEN sowie DIE PARTEI haben gemeinsam einen Antrag eingebracht, der als Startschuss zur Bewerbung Hannovers zur Kulturhauptstadt Europas 2025 bezeichnet werden kann.

Euphorisch und mit großen Worten wurde der Antrag begründet und die Antragssteller*innen waren sich einig, dass hiermit ein kleiner Schritt für die kulturpolitischen Sprecher der oben genannten Parteien vollzogen worden ist, es aber ein großer Schritt für Hannover und seine Bürger*innen bedeutet.

Nachdem der Oberbürgermeister eine Drucksache vorab veröffentlichen ließ, die mit dem Motto “In aller Bescheidenheit” versehen war, soll nun das Motto Nachbarschaft sein. Nachbarschaft der Kulturen, der Stadtteile, der unterschiedlichen Künste, all die soll nun Bestandteil der Bewerbung sein, dem der weit gefasste Kulturbegriff der UNESCO zugrunde liegt:

“Die Kultur kann in ihrem weitesten Sinne als die Gesamtheit der einzigartigen geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte angesehen werden, die eine Gesellschaft oder soziale Gruppe kennzeichnen. Dies schließt nicht nur Kunst und Literatur ein, sondern auch die Lebensformen, die Grundrechte des Menschen, Wertesysteme, Traditionen und Glaubensrichtungen.”

Nachbarschaft ist aber auch räumliche Nachbarschaft, eine Nachbarschaft zu den Umlandkommunen in der Region Hannover, eine Konstruktion, wie sie in ganz Deutschland kein zweites Mal vorkommt. Deswegen haben wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Regionsversammlung bereits zum Haushalt 2018 einen Haushaltsbegleitantrag eingebracht, der die

“Verwaltung der Region Hannover” darum bittet”, die Bewerbung der Landeshauptstadt Hannover zur Kulturhauptstadt 2025, organisatorisch und inhaltlich zu unterstützen. Durch eine Einbindung der kulturellen Landschaft im Umland soll der Prozess zu beiderseitigem Nutzen erweitert und zum Erfolg gebracht werden.”

Denn, so die Begründung,

“die Landeshauptstadt Hannover als regionsangehörige Kommune will sich um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“ bewerben. Um den wichtigen Themenfeldern Nachhaltigkeit, Partizipation und europäischer Gedanke Leben einzuhauchen und die „Kulturhauptstadt“ nicht an der Stadtgrenze enden zu lassen, soll dass Team Kultur der Region Hannover die Bewerbung organisatorisch und inhaltlich unterstützen.

Von Auswahlgremium der „Europäischen Kulturhauptstadt“ wird bei der Auswahl auch sehr auf die Region, und deren Integration in die Bewerbung geachtet. Durch die Einbindung der Region Hannover in den Bewerbungsprozess können die Erfolgsaussichten erheblich gesteigert werden.”

So hat auch schon die Kulturhauptstadt Marseille 2013 bewiesen, dass durch die Einbindung einer Region, dort mit über 80 Gemeinden, ein Garant ist für eine nachhaltige Kulturpolitik und eine größere Chance auf den Sieg.

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