Grüne Politik aus der Region Hannover

Rede von Lothar Pollähne bei der Enthüllung der Mahntafel am Maschsee

Rede von Lothar Pollähne (Bezirksbürgermeister Südstadt-Bult/Hannover) bei der Enthüllung der Mahntafel am Maschsee zur Erinnerung an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren am 10.Mai 1933. Im Rahmen der Veranstaltung  „Der Weg der verbrannten Bücher“ wurde an der Geibel-Bastion eine Bodenplatte enthüllt. Der Rede von Lothar Pollähne ist inhaltlich nicht hinzuzufügen, abgesehen von der Enttäuschung, die angesicht des Platzes, dem Erscheinungsbild und dem spärlichen Inhalt der Tafel, auch mich erfüllt hat.

Enthüllung der Mahntafel zur Bücherverbrennung 1933 in Hannover (Geibel-Bastion, 10. Mai 2013)

Herr Leicht und Herr Watermann, rechts neben Herrn Pollähne, haben dazu im Rahmen des Kulturführerscheins, ein Memorandum entwickelt, das der Verwaltung bekannt war.

 “MEMORANDUM

zum Beginn des Veranstaltungsprogrammes 2013 der Landeshauptstadt Hannover und Region Hannover

DER LANGE SCHATTEN VON 1933

Heute beginnt die Veranstaltungsreihe  der Landeshauptstadt und der Region Hannover, mit der an den Beginn der NS-Herrschaft und an das Ende der Demokratie vor 80 Jahren erinnert wird.

Wir, die wir auch an der Vorbereitung innerhalb der Projektgruppe „Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover“ zur Gestaltung des 10.Mai 2013 „Der Weg der verbrannten Bücher“ mitarbeiten, wollen hiermit darauf hinwirken, dass der Ort der Bücherverbrennung mit einer Gedenktafel an der Geibelbastion am Maschsee zur Erinnerung und Mahnung auch über 2013 hinaus markiert wird.

Schon bei der Einweihung der neuen Infotafeln zum Maschsee (Nordufer) im März letzten Jahres,  in denen erstmalig  im öffentlichen Raum  der Ort der Bücherverbrennung vom 10.Mai 1933 lokalisiert und benannt wurde, wie auch bei der Gedenkfeier „Hannover im Wort“ am 10.Mai 2012 setzten sich die Kulturdezernentin der Landeshauptstadt, Frau Drevermann und der Bezirksbürgermeister der Südstadt, Herr Pollähne für eine bleibenden Ort der Erinnerung am Maschseeufer zu den Ereignissen an diesem Tag ein.

Wir haben im vergangenen Jahr u.a. am Maschsee Unterschriften gesammelt und der Stadt überreicht und in vielen anderen Kontakten Zustimmung erfahren zu der Idee einer festen Gedenktafel an der Geibelbastion, die auf  die Bücherverbrennung und den nahen Ort des Geschehens, das verschwundene Bismarckdenkmal hinweist.

Hier sollte der Ort eines bleibenden Gedenkens an den
WEG DER VERBRANNTEN BÜCHER
sein.

Hier sollte die Stadt und Region sich endlich zu einer Gedenktafel entschließen.

Hannover, den 22.1.2013

Reinhard Leicht              Günther Watermann”

 

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